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Wenn Werbetreibende das falsche Werkzeug haben...

 
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Boum



Anmeldedatum: 29.07.2003
Beiträge: 1929
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: Mi Jun 15, 2005 21:35    Titel: Wenn Werbetreibende das falsche Werkzeug haben... Antworten mit Zitat

...nämlich das Internet, gepaart mit einer soliden Portion Ignoranz...

...kommt sowas dabei heraus:

...und auf der anderen Seite:


...jaja, der Profimarkt hat sich dabei doch recht unprofessionell des BSD-Maskottchens bemächtigt, fälschlicherweise angenommen, es handele sich dabei um einen Teufel, und wohl irgendwie darauf vertraut, dass unter seinem Kundenstamm schon keine Computerfreaks sein würden, die das raffen. Na klasse! Blöd nur, dass eigentlich...

BSD-Seite hat Folgendes geschrieben:

BSD Daemon Copyright 1988 by Marshall Kirk McKusick. All Rights Reserved.


Möchte da nicht mal jemand eine Mail schreiben? Very Happy
_________________
Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch Irrtum.
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Daniel Seuffert
Der Investigator


Anmeldedatum: 22.06.2003
Beiträge: 1019
Wohnort: CH-9444 Diepoldsau, Schweiz

BeitragVerfasst am: Mi Jun 15, 2005 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Der FreeBSD committer Max Laier, der btw in Karlsruhe wohnt und für den Paketfilter pf (vielleicht aus OpenBSD bekannt) verantwortlich zeichnet neben CARP und pfsync, hat den Herrschaften bereits heute einen netten Brief geschrieben und auf das Copyright von Mr. McKusick hingewiesen und in freundlichem Ton um eine Spende für die FreeBSD Foundation gebeten.

Im Gegensatz zu Linux kennt man bei BSD keine Herren wie Harald Welte, man regelt das in einem etwas freundlicheren Ton... Wink Das war sicher keine grosse Absicht, da kennt einer mal wieder den Unterschied zwischen Teufel und Deamon nicht, wie immer. Das war wahrscheinlich ein Mitarbeiter aus der beauftragten Werbeagentur, der sich schlicht und einfach nichts dabei gedacht hat, da muss man kein Fass deswegen aufmachen. Aber ab 01.08. oder zum Release von 6.0 gibt es ja ein neues FreeBSD-Logo (contest wurde verlängert um einen Monat).

Ein showcase einer redundanten fw auf 2 Soekris mit einem transparenten failover mit pfsync und CARP nebst graphischem Frontend zur Verwaltung mit pfsense gibt es btw. ab nächstem Mittwoch auf dem Linuxtag in Karlsruhe auf dem Open-/Net-/FreeBSD-Gemeinschaftsstand Y26 in der Stadthalle zu Sehen. Max Laier ist bis Samstag persönlich anwesend und beantwortet alle Fragen dazu. Wink
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dl7awl



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BeitragVerfasst am: Do Jun 16, 2005 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Sicherlich hast Du Recht, Daniel, dass man solche Dinge nach Möglichkeit freundlich und außergerichtlich regeln sollte. Gerade in Zeiten aberwitziger Abmahnungen (vgl. z.B. Vorgehen gegen Forenbetreiber wegen Usernamen u.v.a.) sollte man es mit Charme und Kreativität probieren anstatt das Feld immer gleich den Anwälten zu überlassen. Denn die gewinnen immer...

Auf der anderen Seite bin ich nicht einverstanden, wenn Harald Welte hier nun quasi im Lichte eines abschreckenden Negativbeispiels dargestellt wird. Ich weiß nicht, was er für eine Person ist, aber von der Sache her hat er das nicht verdient. Ich finde es durchaus in Ordnung und sogar verdienstvoll, dass er auch selbst Risiken eingegangen ist, um der GPL letztlich mehr Respekt zu verschaffen. Es ist in der Tat nicht hinnehmbar, wenn die kostenlose Arbeit von freien Programmierern in einer von diesen nicht gewollten Weise ungefragt von Firmen ausgebeutet und zu Geld gemacht wird. Das würde langfristig auch die GPL verwässern und damit der Idee freier Software schaden.
Wer als Programmierer nichts dagegen hat, kann seine Arbeit ja unter eine andere, noch weniger restriktive Lizenz als die GPL stellen. Aber wer sich für die GPL entscheidet, sollte deshalb nicht als Buhmann dastehen. Er wird seine Gründe haben und die sollten respektiert werden. Eine der Grundideen der GPL ist ja die Wechselseitigkeit von Geben und Nehmen, und "Nehmer" diesbezüglich an Regeln zu binden - wohlgemerkt ideelle Regeln und nicht etwa persönliche Interessen des Autors -, ist ja nun ganz gewiss nicht zu beanstanden. Wer sich darüber hinwegsetzt und nur nimmt aber nicht gibt, soll imho durchaus auf die Mütze kriegen, wenn anders keine Einsicht zu erreichen ist.

Ich habe das mal bewusst pointiert ausgedrückt; letztlich denke ich aber dass Du das gar nicht so abweichend siehst und es wahrscheinlich gar nicht Deine Absicht war, Herrn Welte als "Buhmann" darzustellen.

Gruß, Manfred

P.S.:
Daniel hat Folgendes geschrieben:
Ein showcase einer redundanten fw auf 2 Soekris mit einem transparenten failover mit pfsync und CARP nebst graphischem Frontend zur Verwaltung mit pfsense...

Starker Tobak für Außenstehende, bin schwer beeindruckt... Wink
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Daniel Seuffert
Der Investigator


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Beiträge: 1019
Wohnort: CH-9444 Diepoldsau, Schweiz

BeitragVerfasst am: Do Jun 16, 2005 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry Manfred, wenn das so rübergekommen sein sollte. Ich halte zwar von Harald als Person nicht allzuviel und sein Vortrag über gpl-violations auf der FOSDEM in Brüssel war so schlecht, daß ich nach 5 Minuten gehen musste, aber sein Beharren auf den Bestimmungen der GPL ist zweifelsfrei Anzuerkennen und zu Befürworten. Wer GPL-code benutzt, der soll sich gefälligst dran halten, Punkt. Wie man das macht ist natürlich eine ganz andere Frage, ich denke nur mal an den Fall des Targa-Laptops neulich und auf die Art spielte ich an... Wink Aber das müssen die GPL-Leute selber Entscheiden, sie sollten nur imho Aufpassen, daß dies nicht negative Effekte zeitigt.

BSD hat dieses Problem prinzipiell nicht bis auf absolute Ausnahmefälle wie z.B. Hubert Feyrer (NetBSD-committer), dessen g4u (cloning von Rechnern) neulich von einem vorwitzigen GPL-Knaben "geklaut" wurde ohne Nennung der Quelle, der hat das aber zwischenzeitlich wieder eingestellt. Die moderne 3-clause BSD-Lizenz sagt ja auch nichts weiter, als das jeder tun kann damit was er will, daß er keine Ansprüche zu stellen hat und daß er sagen soll, woher er es hat. Wer das auch nicht will, der soll halt die Beer-license von Poul-Henning Kamp nehmen: Zahl mir soviel Bier wie du willst und gehe mir ansonsten nicht auf die Nerven. Cool

Ich gebe dir vollkommen Recht, daß diese ganze Patentwahnwesen, Lizenzklauberei usw. vollkommen kontraproduktiv ist, man sollte sich mehr auf den code konzentrieren und dem Nutzer Mehrwert schaffen. Aber es soll gerüchteweise ja auch Gruppen innerhalb der GPL geben, die sich lieber mit dem Verfassen von Manifesten jeglicher Art befassen. Rolling Eyes

Grüsse, Daniel Very Happy
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