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Gentoo... Genie oder Wahnsinn

 
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AndyG



Anmeldedatum: 29.06.2003
Beiträge: 603
Wohnort: Ruhrpott

BeitragVerfasst am: So Jun 05, 2005 08:35    Titel: Gentoo... Genie oder Wahnsinn Antworten mit Zitat

Hallo,
Da ich mit der Zusammenstellung meiner eigenen Linuxdistribution nicht vorankomme, siehe anderer Thread, hatte ich mich entschieden mal eine Gentoo Installation auszuprobieren.

Warum?
Gentoo wird beworben mit, Installation durch Kompilierung aus den Sourcen und dadurch volle Kontrolle über das System.
Ohne sich damit zu beschäftigen hatte ich den Eindruck daß es sich um etwas ähnliches wie LinuxFromScratch handeln müßte.
Ein Blick auf gentoo.org belehrt einen eines besseren.
Es gibt also drei verschiedene Installationsmöglichkeiten, wobei für mich nur die erste in Frage kam. Stage1 genannt.

Es traf sich zudem gut daß in der LinuxUser 05.2005 die Gentoo Installation in 12 Schritten genau erklärt wird. Auch besitzt Gentoo ein vorbildlich ausführliches Benutzerhandbuch, neben Englisch und Deutsch auch noch in anderen Sprachen.

Zuerst gilt es eine LiveCD runterzuladen und zu brennen.

Danach das System damit booten. Es erscheint ein grafischer Bootvorgang der in einer Shell endet die mit allen Tools die man benötigt, ausgestattet ist.

Netzwerk kann komfortabel über eine GUI eingerichtet werden und funktioniert dann sofort.

Danach wird über Handarbeit die Festplatte partitioniert und formatiert, wozu aufgrund der Dokumentation jeder in der Lage sein sollte.

Dan gilt es zwei Archive von einem Gentoo Mirror runterzuladen. Als Bochumer hab ich dafür die Ruhruniversität bemüht.

Diese Archive werden entpackt. Das erste bildet das Filesystem mit den Grundscripten ab, das zweite ist der so genannte Portagezweig. Dieser beinhaltet so genannte Ebuilts die Informationen zur Installation aller für Gentoo erhältlichen Programme enthalten.

Bis hierhin ist alles wunderbar.

Dann kommt eine Installationhürde. Bis man bemerkt daß die Datei "/etc/make.conf" einen wichtigen Anteil an der Installation hat, vergehen schon mal ein, zwei Kompilierungsvorgänge.

Die make.conf enthält Flags für den GCC Compiler, die Informationen über die verwendete Hardware und, ich glaub, Software enthalten.
So soll man z.B. Angaben über die CPU im "CFLAGS" machen. Außerdem gibt es das "USE" Flag, das beim bemühen von Google, eine der mächtigsten Variablen die Gentoo zu bieten hat, sein soll. Warum auch immer!

Im Internet findet man Seiten die Informationen über die "make.conf" zur Verfügung stellen. Man findet auch Flags für seine eigene Hardware und auch eine komplette "make.conf" die für meine Zwecke richtig schien.

zum kompilieren des Systems wird erstens ein Script bemüht "bootstrap.sh" und zweitens der Befehl "emerge system"

Nun geht es los. Das System hat erstmal eine ganze weile zu tun um die ganzen Sourcen zu kompilieren.

Bis hierher war ich von Gentoo begeistert. Eine einfache, unter vorbildlichen Vorraussetzungen, Möglichkeit ein schlankes Linux OS selber zu kompilieren.

Aber...
keiner meiner kompilierungsversuche brachte ein Gentoosystem zum Vorschein. Der Lauf von "bootstrap.sh" brach dauernd an verschiedenen Stellen ab. Immer konnte man das über die "make.conf" über das "USE" Flag beeinflussen. Leider nur bis zu einem bestimmten Punkt. dann war der Abbruchpunkt immer der gleiche. Fehlermeldung weiß ich leider nicht mehr. Irgendwas mit "could not" "blabla" "suffix" und "objekt files".

Ein Versuch ein Archiv aus dem experimentell Zweig von Gentoo, das auf uClibc aufgebaut ist, ließ sich kompilieren. Leider scheiterte dieses Vorgehen dann an der Kernelkompilation.

Mein Fazit an der Sache ist, wie schon im Titel beschrieben. "Genie oder Wahnsinn"
Meines Erachtens sollte sich ein Betriebsystem was auf durchschnittlicher Hardware kompiliert werden soll, mit den mitgegebenen Voreinstellungen auch wirklich kompilieren lassen. Mein Vorteil war zudem noch, daß ich nicht nur einen laufenden Rechner habe und somit nicht vom Internet abgeschnitten war. So konnte ich parallel zur Installation noch nach Informatíonen suchen

Nach 3 Tagen Aufwand mit Gentoo, der leider zu keinem laufenden System geführt hat, hab ich mich nun entschlossen von Gentoo wieder Abstand zu nehmen. Leider, muß ich sagen, denn sonst macht alles einen wirklich erstklassigen Eindruck.
_________________
Gruß
Andy

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Daniel Seuffert
Der Investigator


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BeitragVerfasst am: Mo Jun 06, 2005 05:22    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaub es wird mal Zeit für nen richtigen flamewar mit Henning... Wink

Da wir grad dabei sind, der unglaublichste bug report, den ich jemals gesehen habe: http://bugs.gentoo.org/show_bug.cgi?id=74072


Zitat:

CFLAGS="-g0 -DTT_CONFIG_OPTION_BYTECODE_INTERPRETER -pipe -O3 -march=pentium4 -fweb -funswitch-loops -funroll-all-loops -funit-at-a-time -fsched2-use-traces -fsched2-use-superblocks -fsched-stalled-insns=12 -frename-registers -fprefetch-loop-arrays -fpeel-loops -fomit-frame-pointer -fmerge-all-constants -finline-limit=32768 -finline-functions -ffunction-sections -ffast-math -fdata-sections -fbranch-target-load-optimize2"

CXXFLAGS="-g0 -DTT_CONFIG_OPTION_BYTECODE_INTERPRETER -pipe -O3 -march=pentium4 -fweb -funswitch-loops -funroll-all-loops -funit-at-a-time -fsched2-use-traces -fsched2-use-superblocks -fsched-stalled-insns=12 -frename-registers -fprefetch-loop-arrays -fpeel-loops -fomit-frame-pointer -fmerge-all-constants -finline-limit=32768 -finline-functions -ffunction-sections -ffast-math -fdata-sections -fbranch-target-load-optimize2 -fvisibility-inlines-hidden -fabi-version=0 -fpermissive -fno-enforce-eh-specs"


gentoo, das sind die Leute, die tagelang an ihrem System herumcompilieren ohne Sinn und Plan, um dann hinterher festzustellen, daß ihnen bei -O3 nur 20% ihrer ports noch builden und daß man langsamere und anfälligere Kisten als vorher hat. Gelingt das Totoptimieren wider Erwarten doch, dann stellt man fest, daß 0,0348% performance-Gewinn im benchmark (wie war das noch mit den Lügen, Notlügen und der Statistik?) end of the pipe nicht wahrnehmbar sind. Das ist ja gerade im Zeitalter der zu 99% herumidelnden 3 GHz Prozessorschleudern enorm wichtig. Stolz verkündet der gentoo-user, daß er den idle-Faktor in schwindelnde Höhen getrieben hat.

Aber macht ja nichts, wenn bei -O3 noch 1000 ports builden und davon die 300 p2p-clients noch Laufen nebst 656 Digicams und 2356 webcams. Die Doku ist auch nicht das wirkliche Problem, wenn der durchschnittliche gentoo-Fuchsschwanz-user nicht Lesen kann. Naja, dafür hat gentoo wenigstens ein von FreeBSD geklautes portage-System, daß zur Zeit (noch) besser ist als das Original. Leider hilft das nichts, wenn die Leute die enthaltenen apps nicht maintainen können.

Ok, ok, ich mach mich dann mal von Acker und übergebe an Henning Wink Ich muß weg
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Boum



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BeitragVerfasst am: Mo Jun 06, 2005 07:42    Titel: Antworten mit Zitat

*Lach* Laughing

Ich bin geneigt, Daniel... nicht zu widersprechen! Wink
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AndyG



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BeitragVerfasst am: Mo Jun 06, 2005 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich gesehen kann ich das nicht allein an -O3 festmachen. Zwischenzeitlich hatte ich schon auf -O2 gewechselt.
Auch wenn man im Gentoo Forum liest wird man den Eindruck nicht los das -O3 nicht unbedingt die beste Einstellung wäre.

Ich hab mich gestern doch nochmal an eine Installation gewagt, diesmal aber stage3. Und scheinbar hat alles auch geklappt, hab nur zu später Stunde vergessen den Bootloader zu installieren. Nach dem Rebooten fiel es mir sofort ein, aber leider zu spät Smile
Muß ich heute nachholen, das dürfte ja ohne Probleme noch möglich sein.
_________________
Gruß
Andy

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